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„Wenn Ihr nicht berichtet wie wir wollen, machen wir es selbst“

Es gibt viele gute Gründe, dass die Fußballvereine eigene Medien machen. Aber auch einen schlechten: Gefälligkeit von den Medien zu erwarten.

Jüngstes Beispiel ist die Rechtfertigung von Dirk Zingler, Präsident vom 1. FC Union Berlin. Er schildert seine Sicht der Dinge, die in sich schlüssig und überzeugend wirken, stellt sich eindeutig vor den Trainer und die Mannschaft angesichts der Angriffe des mit dem Umbruch im Verein unzufriedenen und nach Cottbus wechselnden Torsten Mattuschka und steigert sich schließlich zu einer klaren Drohung in Richtung Presse:

“Wenn (der neue Trainer) Düwel merkt, dass er objektiv und behandelt und beurteilt wird, dann wird auch der ganze Verein sich so verhalten. Und wenn das nicht der Fall ist, werden wir uns anders verhalten. Dann werden wir selbst berichten., weil wir glauben, dass unsere Vereinsmitglieder und Fans Anspruch auf das wirkliche Unionleben haben und nicht auf das in den Zeitungen und Fernsehen  dargestellte. Deswegen werden wir gut zusammenarbeiten oder immer stärker selbst berichten.”

In dieser Aufzeichnung des Gespräches ab Minute 16.48, das Zitat selbst bei 17:10 Minuten:

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